Die laufende Pflege


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Die richtige Pflege von Hydrokulturpflanzen ist kein Problem.

Zwar kann man auch hier Fehler machen, aber sie sind leichter zu verhindern als bei der Pflege von Erdkulturpflanzen.

Das Giessen
Prinzipiell ist mit handwarmem Leitungswasser zu giessen.

Hydrokultur:
Das Wasser wird an einer beliebigen Stelle über den Blähton gegossen, bis der Anzeigestab die ½ Marke (Optimum) erreicht.
Ausnahmen: Pflanzen mit grossem Wasserbedarf und/oder an hellen Standorten dürfen bis zur oberen Markierung aufgefüllt werden. Bei Pflanzen an dunkleren Standorten mit wenig Wasserbedarf sollte der Anzeigestab nur bis zur (Min) Marke befüllt werden.
Der Giessintervall bei Hydrokultur-Pflanzen beträgt je nach Gefässgrösse zwischen 2-4 Wochen.
Wird zu oft gegossen, besteht die Gefahr von Wurzelfäulnis. Wer es besonders gut machen will, giesst bei Minimalstand sogar erst nach ein bis drei Tagen bei Kleingefässen und nach drei bis fünf Tagen bei Grossgefässen nach. Dies fördert die Durchlüftung des Substrats und damit die Sauerstoffzufuhr in den Wurzelraum.

Longtime Substrat:
Beim Longtime-Substrat sollte man nach dem Anwachsen der Pflanze darauf achten, den Giessschacht des Wasserstandsanzeigers für das Giessen zu nutzen. (Die Erdpflanze muss sich im Longtime-Substrat erst einige Wochen an das neue Klima gewöhnen – deshalb sollte Anfänglich in der Nähe des Wurzelballens gegossen werden um sicherzustellen, dass die Pflanze nicht austrocknet. Nach einer Eingewöhnungsphase von ca. 2 Monaten (Aktivierung der Kapillarwirkung) sollte dann nur noch der Giessschacht zum Giessen benutzt werden.) Der Giessintervall bei Longtime Substrat beträgt ca. 6-8 Wochen.
Zur optimalen Feuchtigkeitsanzeige verwenden Sie den Moistick®/Bloomer von Luwasa oder einen mobilen Feuchtesensor-Messstab. Wird zu oft gegossen, besteht die Gefahr von Wurzelfäulnis. Wasserstandsanzeiger zeigen nur, ob Wasser im Vorratsbereich des Pflanzgefässes vorhanden ist und haben oft den Nachteil, dass sie verhaken. Zudem kommen von verschiedenen Herstellern vermehrt mineralische Substrate auf den Markt, die die gegossene Wassermenge rasch aufsaugen. In diesem Falle würde der Wasserstandanzeiger bereits kurz nach dem Nachfüllen wenig bis gar kein Wasser anzeigen und den Konsumenten verunsichern sowie zum Nachgiessen anregen. Dies führt zwangsläufig zu einer Überbewässerung und die Pflanzen gehen ein. Auch der "Grüne Daumen" hilft bei mineralischen Substraten nicht weiter, da die Feuchte im Substrat mit den blossen Fingern nicht ermittelt werden kann.

Das Düngen:
Die flüssige Hydrokultur-Vollnahrung ist entsprechend den Dosierungsangaben auf der Packung dem Wasser beizufügen. Wenn man sich an die Vorschriften der Hersteller hält, ist eine Überdüngung ausgeschlossen. Wünscht man das Wachstum gewisser nährstoffbedürftiger Pflanzen (zb. Philodendron, Ficusarten) zu stimulieren, so kann die Dosierung verdoppelt werden – jedoch nicht bei salzempfindlichen Pflanzen.
Ionenaustauschdünger (im Handel „Langzeitnahrung Luwasa“ erhältlich als Vliesbeutel oder Granulat in Dosen) sind teurer als flüssige Vollnahrung, bieten aber bei hartem Wasser unbestreitbare Vorteile und reduzieren den Pflegeaufwand auf ein Minimum. Bei starkwüchsigen Pflanzen kann der Nährstoffvorrat schon früher, bei genügsamen Pflanzen erst später aufgebraucht werden. Auch hier sind die Dosier- und Anwendungsvorschriften zu beachten.

Zurückschneiden der Pflanzen

Besonders wichtig ist das Stutzen der schnell- und hochwachsenden Pflanzen bereits zu dem Zeitpunkt, bei dem sie die Blätter an der Basis noch nicht verloren haben. Dadurch kann man sogar die Wuchsform wesentlich beeinflussen.
Wenn möglich, schneidet man auf eine Blattachse zurück, worauf aus den unter der Schnittstelle liegenden Augen Verzweigungen heranwachsen. Häufiges stutzen gibt gedrungene, buschige Pflanzen. Bei Schlingpflanzen wie zb. Philodendron, sollten mindestens drei Triebe pro Gefäss vorhanden sein. So braucht man immer nur den höchsten Trieb zurück zu schneiden und die kleineren Triebe geben der Pflanze auch an der Basis ein gutes Aussehen. Auch ältere Pflanzen mit Stämmen, die zu wuchtig werden und an der Basis kein Laub mehr aufweisen, können noch bis ins Holz zurückgeschnitten werden. Es dauert jedoch Monate, bis die schlafenden Augen im Holz zu neuem Austrieb führen. Der Rückschnitt erfolgt am besten im Frühling und im Sommer.

Umtopfen in grössere Gefässe

Ein Umtopfen ist erst dann nötig, wenn das Gefäss wegen zu hohen Wachstums der Pflanze zu kippen droht oder wenn Pflanzen zu häufig gegossen werden müssen.
Beim Umtopfen von Kleingefässen ist der alte Einsatztopf grundsätzlich zu entfernen. Bei stark durchwachsenen Wurzeln muss der Topf allenfalls von den Bodenschlitzen her aufgeschnitten werden. Alle alten und abgefaulten Wurzeln und Wurzelreste sowie der verschmutzte Blähton sind aus dem Wurzelballen zu entfernen.
Vor dem Neueintopfen wird das unterste Drittel des Topfes mit Blähton gefüllt.
Die Wurzeln der Pflanzen werden so stark gekürzt, dass sie gut in den beiden oberen Drittel des Topfes Platz finden.
Nach dem Umtopfen ist die Pflanze mit handwarmem Leitungswasser ohne Nährstoffe zu giessen. Erst beim ersten Nachgiessen ist Vollnahrung in der angegebenen Dosierung beizufügen. Auch sonst ist einige Wochen lang schonende Behandlung angebracht: Die Pflanze sollte keinesfalls der direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt sein, auch Zugluft ist zu vermeiden. Die Blätter sind gelegentlich zu besprühen. Wenn viele Wurzeln weggeschnitten werden mussten, ist die Pflanze durch eine Plastikhaube vor zu grosser Verdunstung zu schützen.

Blattpflege

Damit die Blätter von Grün- und Blattpflanzen nicht verstauben, sind sie regelmässig mit einem weichen Lappen abzureiben. Zur Erzielung von Glanz und zur Entfernung von Wasser- oder Düngerflecken gibt es verschiedene Pflegeprodukte auf dem Markt: Blattglanztüchlein, Blattglanzmittel, die in Wasser aufgelöst und mit einem Schwamm aufgetragen werden, oder die weitverbreiteten Blattglanz Sprays. Sprays dürfen weder auf Pflanzen mit weichen oder behaarten Blättern wie Begonia, Peperomia, Poinsettia, Saintpaulia, Farne usw. noch in offene Blüten gesprüht werden. Auf alle Fälle muss aus einer Distanz von mindestens 30 bis 35 Zentimetern gesprüht werden, damit die kalten Treibgase nicht an der Luft erwärmen können und die Blätter nicht beschädigen. Stark verstaubte Blätter mit Blattglanzspray einsprühen und dann mit einem Baumwolllappen abreiben. Diese Massnahme ist je nach Staubanfall ein- bis zweimal pro Jahr zu empfehlen. Niemals die Pflanze nur übersprühen ohne den Staub zu entfernen!

Schädlinge und Krankheiten

Die Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten bei Hydrokultur unterscheiden sich grundsätzlich nicht von jener bei Erdkultur. Besser ist jedoch die Vorbeugung: Beim Einkauf immer nur garantiert gesunde Pflanzen wählen. Oft ist es besser, stark schädlingsbefallene oder bereits geschädigte Pflanzen wegzuwerfen, da eine gründliche und lückenlose Schädlingsbekämpfung wegen der hohen Giftigkeit vieler Insektizide nicht immer leicht durchführbar ist. Ist der Befall noch nicht zu stark fortgeschritten, können die von Schädlingen befallenen Pflanzenteile weggeschnitten werden. Beim Besprühen der Pflanze mit Insektiziden ist unbedingt die ganze Pflanze einschliesslich des Stamms und der Blattunterseite zu benetzen. Schädlinge halten sich mit Vorliebe auf der Blattunterseite auf! Um die Wirkung sicherzustellen sind die Pflanzen in Intervallen von acht bis zehn Tagen dreimal zu behandeln. Auf diese Weise werden auch die Schädlinge erfasst, die sich bei der ersten Spritzung noch im Ei- oder Larvenstadium befanden.
Bodenschädlinge oder Pilzkrankheiten im Wurzelraum treten bei Hydrokultur in der Regel nicht auf. Sollte dies trotzdem einmal der Fall sein, dann können die bei Erdkultur üblichen Insektizide oder Fungizide verwendet werden. Die nach Angaben des Herstellers zubereitete Brühe wird auf den Blähton gesprüht, bis der Wurzelballen nass ist, aber ohne dass ein Überschuss in die Nährlösung gelangt. Geschieht dies trotz aller Vorsicht, dann muss nach der Anwendung die Nährlösung sofort abgesaugt und ersetzt werden.

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