Was habe Ich falsch gemacht?


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Wir räumen die häufigsten Missverständnisse auf und schaffen für Sie Klarheit.

Wenn Hydrokulturpflanzen oder Longtime-System Pflanzen nicht richtig wachsen wollen oder gar absterben, dann liegt dies garantiert nicht am System, sondern an falscher Pflanzen- bzw. Standortwahl oder an Pflegefehlern. Oft ist der Grund eine längere Abwesenheit, bei der meistens ein für die Pflanzen ungewohntes Raumklima entsteht. Die Gründe sind unter anderem:
- zu grosse Temperatur- und Lichtschwankungen
- geschlossene Fensterläden oder Lamellenstoren (Lichtmangel)
- zu häufiges oder zu seltenes lüften
- zu häufiges Nachgiessen
- falsche Anwendung der Pflanzensprays
Dieses Kapitel soll helfen, die Ursachen von Misserfolgen herauszufinden. Sind sie einmal erkannt und beseitigt, dann tritt in vielen Fällen schlagartig eine Verbesserung ein.

Pflanze wächst nicht

Ursache: Mit grösster Wahrscheinlichkeit falsche Pflanzen- oder Standortwahl bzw. Licht- oder Nährstoffmangel. Oft wird auch der Fehler gemacht, bei einem stagnierenden Wachstum ständig Wasser nachzufüllen in der Meinung, je mehr Wasser, desto besser.
Wie man es richtig macht wird im Punkt „Die laufende Pflege“ beschrieben.

Lichtmangel

Blätter fallen ab, Stengel zwischen den Blättern langgestreckt und dünn, junge Blätter langgestreckt und dünn, junge Blätter viel kleiner als normal und oft deformiert (zb. Ausbleiben der Blattschlitze bei Philodendron pertusum). Tritt häufig dann auf, wenn Fensterläden oder Gardinen tagsüber ständig zugezogen sind oder wenn Balkone, grosse Bäume, Nachbargebäude usw. den lichteintritt in den Raum stark beeinträchtigen. Oft ist auch der Abstand der Pflanze zum Fenster zu gross. Spezielle Pflanzenleuchten ermöglichen auch in dunklen Raumzonen ein gutes Wachstum.

Nährstoffmangel

Meistens Stickstoffmangel. Alte Blätter werden gelb und fallen ab, junge Blätter sind gelblichgrün.

Blätter verfärben sich gelb

Ursachen sind sehr vielfältig. Meistens begleitet von zusätzlichen Sympthomen die eine genauere Diagnose der Ursache erlauben, siehe zb. Nährstoffmangel, unsachgemässe Verwendung von Spritzmitteln, Schädlingsbekämpfung, Lichtmangel.
Bei Standortwechsel, also in der ersten Zeit nach dem Kauf einer Pflanze, ist es hingegen absolut normal, wenn einige Blätter an der Basis gelb werden. Dies geschieht, weil sich die Pflanze an den neuen Standort gewöhnen muss. Auch bei Beginn der Heizperiode und bei länger andauernden Nebelperioden im Winter können gelbe Blätter entstehen.

Zu viel Licht

Blätter bleichen von direkter Sonnenbestrahlung aus und können Verbrennungserscheinungen aufweisen. Tritt bei Schattenpflanzen auf, die an sonnigen Südfenstern der direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind. Dies lässt sich durch Schattieren über die Mittagsstunden vermeiden. Für sonnige Südfenster sind speziell Sukkulenten, Kakteen und andere Pflanzen mit hohen Lichtansprüchen geeignet.

Blätter verfärben sich schwarz

Ursachen: Unterkühlung der Blätter durch zu tiefe Temperatur, oft als Doppelwirkung mit Lichtmangel; zu hoher Wasserstand.
Bei der Yucca sind oft braune Blattspitzen zu erkennen – dies geschieht meist durch zu hohen Wasserstand – auch das Gegenteil (Wassermangel) kann bei Pflanzen der Fall sein. Dies muss effektiv von Fall zu Fall angeschaut werden. Oft hilft es, gerade bei grossen Pflanzen die viel Wert haben, einen Profi beizuziehen. Hier können wir unsere Schwesterfirma die Luwasa greenstyling empfehlen. Hier geht’s zur Homepage: www.greenstyling.ch

Blattnekrosen

Blätter beginnen an gewissen Stellen abzusterben und zu verdorren.
Ursache: Schädlinge, Überdüngung, Chemikalien, zu trockene Luft.
zu trockene Luft
Abhilfe durch Luftbefeuchter; abgedorrten Blattteil ganz knapp entlang dem noch gesunden Teil mit der Schere abschneiden.
Überdüngung: Auch absterben der Wurzeln und in schweren Fällen der Tod der Pflanze. Kommt durch starke Überdosierung der gängigen Düngersorten oder durch die Verwendung von für die Hydrokultur ungeeigneten Erdkulturdüngern zustande. Abhilfe durch sofortiges Absaugen der Nährlösung und Nachgiessen mit reinem Wasser.
Pflanzenschädigende gasförmige Stoffe:
Bewirken braun- bis gelbfarbige Blattrandnekrosen. Bei starken Immissionen kann das Blattwerk innerhalb von Tagen oder gar Stunden grün abfallen oder abdorren. Üblicherweise kommt es aber erst nach Wochen oder Monaten zu Nekrosen auf alten Blättern, ohne dass die jungen Blätter betroffen werden. Besonders gefährdet sind alle weichblättrigen Pflanzen, wie zum Beispiel Ficus benjamina und repens, und Pflanzen in Neubauten oder in Gebäuden, die umgebaut werden. Einige der heute im Bau verwendeten chemischen Stoffe wirken längere Zeit pflanzenschädigend.

Blätter fallen ab

Ursachen: Entweder licht- oder Nährstoffmangel oder aber Schädlingsbefall, unsachgemässe Verwendung von Spritzmittel oder zu tiefe Temperaturen.
Schädlingsbefall: Sehr vielfältige Schadbilder, die oft nur von einem Fachmann erkannt und richtig gedeutet werden können: Blattverfärbungen, Blättereinrollen, Nekrosen (teilweises oder ganzes Absterben von Blättern). Häufigste Schädlinge sind Schmier- und Blattläuse, Rote Spinne und Thrips.
Unsachgemässe Verwendung von Spritzmitteln: Im Laufe von ein bis zwei Wochen nach Beginn der Anwendung verfärben sich die Blätter langsam in Richtung Gelb, bis zuletzt nur noch die Blattnerven grün sind. Häufig entstehen diese Schäden auch durch falsche Verwendung von Blattglanz und Pflanzenschutz.
Zu tiefe Temperaturen: Meist begleitet von Wurzelfäulnis, führen zuletzt zum Absterben der gesamten Pflanze. Besonders gefährdet sind wärmebedürftige Pflanzen, wie zum Beispiel Ficus benjamina, in schlecht geheizten Räumen oder an zugigen Standorten nahe an Eingangstüren in der kalten Jahreszeit. Blattschäden durch Unterkühlung sind durch zu reichliches Lüften der Räume in den Wintermonaten möglich, wobei sich die Blätter schwarz färben. Handelt es sich um kühlere Standorte sind nur die dafür geeigneten Pflanzenarten zu verwenden, oder dann ist unter dem Pflanzgefäss eine Bodenheizung anzubringen. Gefässe auf kalten Steinböden sind unbedingt mit einer Isolationsschicht zu unterlegen, damit keine Kältebrücke entsteht. Ist keine Zusatzheizung möglich, dann immer nur ganz niedrigen Wasserstand geben, d.h. Blähton wöchentlich einmal leicht überbrausen.

Pflanzen welken

Entweder zu wenig oder zu viel Wasser.
Zu viel Wasser: Bei Hydrokultur und Longtime Substrat häufiger Fehler von Anfängern, die es „besonders gut“ machen wollen und ständig nachgiessen, obschon noch Feuchtigkeit oder Wasser im Gefäss vorhanden ist. Führt zum Abfaulen der Wurzeln und zum Welken der Pflanze. In jedem Hydrokultur Gefäss sollte spätestens nach drei bis vier Wochen das Wasserreservoir aufgebraucht sein. Ist dies nicht der Fall, so wird zu viel Wasser gegossen, und es besteht die Gefahr, dass die atmungsaktiven Wurzeln durch Sauerstoffmangel zugrunde gehen. Wurde versehentlich einmal zu viel gegossen, so ist die Pflanze noch nicht verloren: Nährlösung sofort abgiessen oder absaugen, Gefäss einige Tage (2-3 Tage) austrocknen lassen, bevor wieder nachgegossen wird. In der ersten Zeit nur sparsam und ohne Nährstoffzugabe giessen, höchstens 1cm über Minimummarkierung des Wasserstandsanzeigers.
Manchmal ist der Grund für abfaulende Wurzeln auch ein defekter Wasserstandsanzeiger. Bei Kleingefässen ist der Wasserstandsanzeiger herauszunehmen und in einem Wasserglas zu kontrollieren. Ist er blockiert durch Körner von Ionenaustauschdünger oder Wurzeln, waschen Sie den Wasserstandsanzeiger mit Wasser aus. Bei Wasserstandsanzeigern in Grossgefässen Skala anheben und Schwimmer herausnehmen. Ist die Schwimmerkugel mit Wasser gefüllt, so muss der Wasserstandsanzeiger ersetzt werden.
Zu wenig Wasser: Tritt sehr selten auf, da auch nach dem völligen Austrocknen des Nährlösungsvorrates im Blähton noch genügend Feuchtigkeit für einige Tage vorhanden ist.

Wurzelfäulnis

Häufigste Ursache ist zu viel Wasser, aber auch zu tiefe Temperatur. Bei starker Wurzelfäulnis ist es am besten, die Pflanzen aus zu topfen, alles verfaulte Wurzelwerk wegzuschneiden und die Pflanze wieder in frischen Blähton einzutopfen. Wenn alle geschilderten Massnahmen nichts nützen, kann es aber auch sein, dass der Hydrogärtner, bei dem die Pflanze gekauft wurde, etwas falsch gemacht hat. Besonders sukkulente Pflanzen, wie zb. Yucca, Sansevierien, verschiedene Kakteen usw., werden leider oft viel zu tief eingepflanzt. In der Gärtnerei spielt dies keine Rolle, weil ja hier bezüglich Ernährung, Licht, Wärme usw. die besten Verhältnisse herrschen. Erst an schlechteren Standorten kommen dann die Fehler zum Vorschein, zum Leidwesen der Konsumenten.
Sollten Pflanzen trotz aller Sorgfalt nicht richtig gedeihen, dann gehen Sie der Ursache im eigentlichen Sinn des Wortes auf den Grund und untersuchen Sie den Wurzelbereich genauer. Sollte das Wurzelwerk noch mit Erde oder mit einem anderen ungeeigneten Substrat behaftet sein, dann empfiehlt es sich, bei der Verkaufsstelle zu reklamieren. Sie leisten damit nicht nur sich selbst, sondern auch dem Verkäufer und der Hydrokultur einen grossen Dienst!
Beim Einkauf von Hydrokulturpflanzen sollte man darauf achten, dass diese gut verwurzelt sind. Dies erkennt man meistens an den durch die Schlitze des Einsatztopfes hindurch gewachsenen weissen Saugwurzeln. Braune und weiche Wurzeln sind meistens nicht mehr lebendig und deuten auf einen Kulturfehler hin.
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